Die Dienstgebäude der Bundeswehr in der Oberspreestraße liegen in einem weitläufigen parkartigen Areal nahe des Spreeufers. Die Gebäude wurden ca. 1970 als Stahlbetonskelettbauten mit vorgefertigten Fassadenelementen aus Stahlbeton erstellt. Im siebengeschossigen, ca. 150 m langen Haus I sind die Archive, Schulungs- und Beratungsräume des Kreiswehrersatzamtes untergebracht. In Haus II, einem in direkter Verbindung mit Haus I stehenden zweigeschossigen Bauteil befindet sich der Ärztliche Dienst des KWEA, der die Musterungen der Wehrpflichtigen durchführt.
Bei Übernahme durch die Bundeswehr befand sich die Bausubstanz in einem unzureichenden Zustand, insbesondere bestanden erhebliche Mängel in der Erschließung, im baulichen Brandschutz und der Sicherheit der Archivbereiche. Aufgabe war die Bereitstellung von 250 Arbeitsplätzen, die Implementierung einer komplexen Kommunikationsinfrastruktur in das Gebäude und die Entwicklung und Umsetzung eines Brandschutzkonzeptes entsprechend aktueller Sicherheitsstandards. Die räumliche Struktur wurde in den Publikumsbereichen verbessert. Der Eingangsbereich wurde neu geordnet und aufgewertet. Die Fensterbänder der Fassaden wurden komplett erneuert, Bauschäden an der Substanz wurden beseitigt. Ziel des Nutzers war es, sich als bürgernahe Verwaltung zu präsentieren und seinen Mitarbeitern optimale Arbeitsbedingungen zu schaffen.
Die gesamte Maßnahme wurde bei voller Aufrechterhaltung des Bürobetriebes durchgeführt. In weiteren Bauabschnitten wurden das benachbarte Haus IV als Bürogebäude hergerichtet und in einem weiteren Gebäude auf dem Gelände eine Austeilküche für 250 Mittagessen erstellt.