In unmittelbarer Nachbarschaft zum Detlev-Rohwedder-Haus zwischen Potsdamer Platz und Friedrichstraße bot sich der Postblock als idealer Standort für weitere vom Bundesministerium der Finanzen benötigte Flächen an.
Mit der Grundsanierung des denkmalgeschützten Komplexes wurde ein wertvolles Gebäude in der Mitte Berlins in seinem Bestand gesichert und einer dauerhaften adäquaten Nutzung zugeführt. Planungsaufgabe war die Grundinstandsetzung der Bausubstanz, die Erstellung von 250 modernen Büroarbeitsplätzen und die Neuordnung der Erschließung und des inneren Wegesystems. Eine besondere Chance bot die an das Treppenhaus angrenzende ehemalige Bibliothek mit einem 30 Meter langen und 20 Meter hohen Lichtschacht, der durch Überdachung mit einem Glasdach zu einem imposanten Innenraum wurde. Hier entstand ein spannendes Wechselspiel zwischen Außen- und Innenraum, das durch die Materialwahl der Oberflächen noch verstärkt wird. Die neue Lobby ist ein Empfangs- und Veranstaltungsbereich für Mitarbeiter und Besucher. Sie wird regelmäßig für Ausstellungen und Empfänge genutzt. Die historische Bausubstanz, insbesondere der Steinfassaden und der Mosaikfußböden wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt erhalten, repariert und ergänzt. Prägend für das ursprüngliche Bauwerk ist sein Reichtum im Detail und die Vielschichtigkeit der dekorativen Elemente. Aufgabe der Detailarbeit war es, dieses wieder sichtbar zu machen. Noch Vorhandenes wurde erhalten und behutsam ergänzt, Neues wurde als sichtbar neu hinzugefügt.
Die Hofgestaltung nimmt die lineare Orientierung mit Blickrichtung und Wegeführung ins Blockinnere auf. So setzt sich die innere Struktur des Gebäudes in den Außenräumen fort.